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Martin Zenck, Tim Becker, Raphael Woebs (Hg.):

Gewaltdarstellung und Darstellungsgewalt in den Künsten und Medien


Reihe Historische Anthropologie, Band 34, Reimer Verlag, Berlin 2007

312 Seiten

ISBN:
978-3-496-02790-4



     

Die Neue Zeitschrift für Musik über das Buch:

Dass und wie der Tod in allen 15 Beiträgen thematisiert wird, lässt den Band über weite Teile auch als eine "Asthetik der letzten Dinge" lesen. Da ist die Rede von der "Arbeit des Todes", von "Tod und Schöpfung", von der "Gnade des Todes', von der "Überwindung des Todes", vom "Tod als letzte[r] Aufgabe", vom "Zwischenraum von Leben und Tod". Vielleicht ist es gerade das Insistieren auf diesem Aspekt, mit dem sich das Buch einem großen Kreis von Lesern empfiehlt. Die wären nach der Lektüre nicht nur über das Kainsmal der Gewalt in den Künsten und Medien ins Bild gesetzt, sie könnten womöglich - jenseits aller wissenschaftstheoretischen, kunstphilosophischen, semiotischen und medienkritischen Ambitionen der Texte - eine Erfahrung machen, die Helmut Lachenmann einmal "existentielle Erfahrung" genannt hat. Sie lässt sich in ganz schlichte Worte fassen: Wir im Bilde.

Neue Zeitschrift für Musik 6/2007, S. 89
       


Inhalt:

Martin Zenck
Darstellung von Gewalt und Darstellungsgewalt. Heinrich von Kleists "Legende": "Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik"

Martin Zenck
Gewalt / Bild-Schnitt / Fragmentierung. Beethovens späte Streichquartette in Jean-Luc Godard's Film "Prénom Carmen"

Petra Maria Meyer
"Denn an diesen Bildern deutet er sich das Leben." Zur medienethischen Funktion einer anderen Erinnerung an den Schrecken des Krieges in Filmen von Alain Resnais und Andrej Tarkowskij

Markus Jüngling
Zwei Arten das Grauen zu beschreiben. Überwältigungsgewalten von Musik und Bewegungs-Bild in den Vietnamkriegsfilmen "Platoon" (1986) und "Apocalypse Now" (1979)

Alice Staskova
Der Tod und die Wiederholung: Die Reise ans Ende der Nacht von Louis-Ferdinand Céline

Tim Becker
Der greifbare Tod. Zur Entbildlichung musikalischer Darstellung in Wolfgang Rihms Deus passus

Christine Fesefeldt
Das Geschenk der Gabe von Geburt und Tod in Pierre Boulez' Don und Tombeau im Mallarmé-Werkzyklus Pli selon pli

Veronika Darian
Erlesene Bilder - Repräsentationen in Zeiten souveräner Macht

Ewa Pychal
Das Schöne und das Schreckliche in der Oper Schwarzerde von Klaus Huber

Günther Heeg
Bilderstarrung. Zur Konstitution von Totengemeinschaften

Raphael Woebs
Zur Darstellung und Darstellbarkeit von Gewalt, Schrecken und Tod am Modell der "Sonate 27. April 1945" für Klavier von Karl Amadeus Hartmann

Elisabeth Oy-Marra
Bildstrategien von Schrecken und Erlösung. Der geschundene Körper christlicher Märtyrer in der Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts

Jörn Peter Hiekel
"Abstieg in die Formlosigkeit". Jean Barraqués Komposition "Chant après chant"

Martin Zenck
Bild - Schrift - Zeichen /Zahl in Begräbnismusiken und Gedächtnisstücken des 20. Jahrhunderts

Reihe Historische Anthropologie, Band 34, Berlin 2007

Die Neue Zeitschrift für Musik über das Buch:

Dass und wie der Tod in allen 15 Beiträgen thematisiert wird, lässt den Band über weite Teile auch als eine "Asthetik der letzten Dinge" lesen. Da ist die Rede von der "Arbeit des Todes", von "Tod und Schöpfung", von der "Gnade des Todes', von der "Überwindung des Todes", vom "Tod als letzte[r] Aufgabe", vom "Zwischenraum von Leben und Tod". Vielleicht ist es gerade das Insistieren auf diesem Aspekt, mit dem sich das Buch einem großen Kreis von Lesern empfiehlt. Die wären nach der Lektüre nicht nur über das Kainsmal der Gewalt in den Künsten und Medien ins Bild gesetzt, sie könnten womöglich - jenseits aller wissenschaftstheoretischen, kunstphilosophischen, semiotischen und medienkritischen Ambitionen der Texte - eine Erfahrung machen, die Helmut Lachenmann einmal "existentielle Erfahrung" genannt hat. Sie lässt sich in ganz schlichte Worte fassen: Wir im Bilde.

Neue Zeitschrift für Musik 6/2007, S. 89


Inhalt

Martin Zenck
Darstellung von Gewalt und Darstellungsgewalt. Heinrich von Kleists "Legende": "Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik"

Martin Zenck
Gewalt / Bild-Schnitt / Fragmentierung. Beethovens späte Streichquartette in Jean-Luc Godard's Film "Prénom Carmen"

Petra Maria Meyer
"Denn an diesen Bildern deutet er sich das Leben." Zur medienethischen Funktion einer anderen Erinnerung an den Schrecken des Krieges in Filmen von Alain Resnais und Andrej Tarkowskij

Markus Jüngling
Zwei Arten das Grauen zu beschreiben. Überwältigungsgewalten von Musik und Bewegungs-Bild in den Vietnamkriegsfilmen "Platoon" (1986) und "Apocalypse Now" (1979)

Alice Staskova
Der Tod und die Wiederholung: Die Reise ans Ende der Nacht von Louis-Ferdinand Céline

Tim Becker
Der greifbare Tod. Zur Entbildlichung musikalischer Darstellung in Wolfgang Rihms Deus passus

Christine Fesefeldt
Das Geschenk der Gabe von Geburt und Tod in Pierre Boulez' Don und Tombeau im Mallarmé-Werkzyklus Pli selon pli

Veronika Darian
Erlesene Bilder - Repräsentationen in Zeiten souveräner Macht

Ewa Pychal
Das Schöne und das Schreckliche in der Oper Schwarzerde von Klaus Huber

Günther Heeg
Bilderstarrung. Zur Konstitution von Totengemeinschaften

Raphael Woebs
Zur Darstellung und Darstellbarkeit von Gewalt, Schrecken und Tod am Modell der "Sonate 27. April 1945" für Klavier von Karl Amadeus Hartmann

Elisabeth Oy-Marra
Bildstrategien von Schrecken und Erlösung. Der geschundene Körper christlicher Märtyrer in der Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts

Jörn Peter Hiekel
"Abstieg in die Formlosigkeit". Jean Barraqués Komposition "Chant après chant"

Martin Zenck
Bild - Schrift - Zeichen /Zahl in Begräbnismusiken und Gedächtnisstücken des 20. Jahrhunderts